Bericht Mädchencamp auf Sylt vom 02.03. bis zum 06.03.
Am 02.03.2026 machten sich 11 Mädchen im Alter von 9 bis 12 Jahren und zwei Mitarbeiterinnen auf den Weg zur Nordseeinsel Sylt. Dort verbrachten wir die erste Woche der Märzferien und schufen gemeinsam viele schöne Erinnerungen.
Als es am Montagmorgen losging, waren alle sehr aufgeregt. Wir gingen zur nächsten U-Bahn-Station, und sechs Stunden später standen wir bereits am Meer. Die Kinder waren begeistert vom Wasser und den Wellen. Sie liefen immer wieder in Richtung Meer, um dann vor der nächsten Welle davonzurennen. Auch der ein oder andere nasse Schuh konnte die Stimmung nicht trüben. Mit einem aktiven Gruppenspiel nach dem Abendessen ließen wir den Tag ausklingen.
Nach dem Frühstück am Dienstagvormittag beschäftigten wir uns zunächst mit der Frage „Wer bin ich?“. Dazu erstellte jedes Mädchen einen individuell und kreativ gestalteten Steckbrief. Diese hängten wir für die Woche auf, sodass die Gruppe sie immer wieder anschauen und mehr übereinander erfahren konnte. Zudem machte sich jedes Mädchen Gedanken darüber, welche negativen Aussagen es schon einmal über sich gehört hatte oder welche negativen Gedanken es über sich selbst hat. Diese ersetzten wir anschließend durch positive und ermutigende Aussagen.

Nach dem Mittagessen stand der erste Ausflug an. Wir schwangen uns auf die Fahrräder und radelten gemeinsam nach List. Die Anstrengung der Fahrradtour war schnell vergessen, als wir vom Fahrrad auf einen Kutter umstiegen. Während der Fahrt zeigte der Kapitän den Kindern, wie man mit einem Netz fischt, und breitete anschließend den Fang vor ihnen aus. Seesterne und Krebse einmal aus nächster Nähe zu sehen, faszinierte die Mädchen sehr. Am Ende wurde es uns etwas kalt, was jedoch nach einem heißen Kakao schnell wieder vergessen war. So konnten wir gestärkt den Heimweg antreten. Am Abend spielten wir eine Runde „Activity“, bei der Begriffe durch Erklären, Malen oder Pantomime dargestellt werden mussten.
Am Mittwochvormittag beschäftigten wir uns mit dem Thema „Talente“. Die Mädchen gestalteten Umschläge, in die sie sich gegenseitig Zettel stecken konnten, auf denen sie einander Rückmeldung darüber gaben, was sie gut können. Es war schön zu beobachten, wie sich die Umschläge zunehmend füllten und jedes Mädchen am Ende einen Umschlag voller positiver Rückmeldungen mit nach Hause nehmen konnte.
Nach dem Mittagessen stand das Highlight für alle an: der Schwimmbadausflug. Darauf hatten sich die Mädchen bereits die ganze Zeit gefreut. Im Wellenbecken fühlten wir uns wie in der Nordsee. Auch Kinder, die nicht sicher schwimmen konnten, wollten das Erlebnis nicht verpassen und nutzten Schwimmhilfen, um sich in die Wellen zu wagen. Dabei wuchsen sie über sich hinaus. Neben dem Wellenbecken waren auch die Rutschen sehr beliebt.

Nach dem Abendessen machten wir uns auf eine Nachtwanderung in Richtung Strand, immer den Arche-Pfeilen folgend. Die Mädchen staunten über den beeindruckenden Sternenhimmel, der in Hamburg in dieser Form selten zu sehen ist. Den erlebnisreichen Tag ließen wir anschließend mit einem gemütlichen Filmabend ausklingen, bei dem natürlich auch Snacks nicht fehlen durften.
Am Donnerstag, dem letzten vollen Tag des Camps, machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg zum Wattenmeer. Dort erklärte uns ein Wattführer den Lebensraum und beantwortete geduldig alle Fragen der Kinder. Die Mädchen untersuchten das Watt nach Muscheln, Tieren und Algen. Am Ende durfte jede eine Auster mit nach Hause nehmen.
Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns in der „Talk Time“ mit dem Thema Einfluss: Wer beeinflusst mein Leben und woran orientiere ich mich? In einer stillen Diskussion tauschten sich die Mädchen schreibend darüber aus.
Anschließend ging es bei sonnigem Wetter erneut mit den Fahrrädern zu einer Eisdiele in Wenningstedt. Das Radfahren bereitete nun allen deutlich mehr Freude, da sie bereits Übung hatten. Um den letzten Abend besonders zu gestalten, organisierten wir einen Tanzabend, zu dem sich die Mädchen festlich kleideten. Dieser Abend wird ihnen sicher lange in Erinnerung bleiben.
Am Freitag traten wir nach dem Frühstück die Rückreise nach Hamburg an. Damit endete eine erlebnisreiche Woche voller neuer Eindrücke und persönlicher Erfahrungen.