Die EMA gGmbH fördert neue Projekte – Bildung als Chance für Kinder
2024 starteten wir unser geplantes Konzept für Kenia im Ort Malindi.
Ziel ist, die Bildungschancen von Kindern in Armut zu verbessern. Ohne Unterstützung haben viele Straßenkinder – sie sind in der Überzahl – keine Chance auf frühkindliche Bildung (Kita) oder Schulunterricht und damit keine Perspektive auf eine sichere Zukunft.
Ich war von Mitte Februar bis April 2025 in Malindi und konnte die Umsetzung des Konzepts direkt vor Ort prüfen. Mit meiner vertrauten Ansprechpartnerin Christine Stiebner und ihrem Partner Hashim habe ich die weitere Planung des Projekts besprochen. Frau Stiebner ist gebürtige Frankfurterin, engagiert sich seit vielen Jahren für hilfsbedürftige Kinder und kennt die Gepflogenheiten des Landes sehr gut. Ohne sie und Hashim wären die Projekte nicht umsetzbar gewesen.
Umgesetzte Maßnahmen (März 2024 – März 2025) für die Skillway Akademie
- Sicherungsmaßnahmen: 200 m Zaun um das Gelände gezogen und ein großes Tor angebracht (Diebstahl- und Kindersicherheit).
- Baufortschritt: Rohbau eines Klassenraums (Außenmauern mit Dach) fertiggestellt.
- Schulzugang: 35 Kinder in die Schule vermittelt.
- Ausstattung: Schuluniformen inkl. Schuhe, Schulranzen, Unterrichtsmaterial (Bücher, Hefte, Tafeln) sowie Matratzen für die Kita.
- Finanzierung: Übernahme der Schulgelder und der Essenskosten.
Hinweis: Schuluniform und Schulgeld sind Pflicht. Die Uniform ist de facto die Eintrittskarte zur Schule – Bildung eröffnet Kindern reale Chancen auf ein besseres Leben.
Weitere Ausbauten 2025
- Klassenraum fertiggestellt (Fußboden eingebaut).
- Aufstockung um eine zweite Etage zur Schaffung eines weiteren Klassenraums.
- Möblierung: Klassenräume mit Tischen und Bänken ausgestattet.
- Lehrmittel: Große Schultafeln und Schreibkreide angeschafft.
- Infrastruktur: Einrichtung einer Kochstelle zur Zubereitung des Schulessens; Aufbau eines kleinen abschließbaren Lehrerbüros zur sicheren Aufbewahrung von Unterlagen, Büchern und Computern.
- Instandsetzung: Ein bestehender Klassenraum wurde zusätzlich repariert, um ihn wieder für den Unterricht nutzen zu können.
Zielgröße: Rund 550 Kindern soll der Zugang zu Bildung ermöglicht werden.
Geplante/fortlaufende Unterstützungen
- Vollständige Ausstattung der Kinder mit Schulmaterialien und Schulkleidung.
- Übernahme der jährlich anfallenden Schulgebühren.
- Bereitstellung von Mitteln für Schulessen.
- Finanzierung der allgemeinen medizinischen Versorgung inkl. Medikamente.
- Bei Bedarf augenärztliche Untersuchungen und – bei Sehschwäche – Anfertigung einer Brille.
Ich bringe zu meinen Aufenthalten in Kenia regelmäßig Brillengestelle mit; ein befreundeter Arzt vor Ort stellt diese der bedürftigen Bevölkerung kostenfrei zur Verfügung.
Abstimmung und Qualitätssicherung
Während meiner Zeit in Deutschland fanden wöchentlich Videocalls zwischen mir und Frau Stiebner statt. Frau Stiebner und Hashim kontrollieren regelmäßig den geregelten Ablauf; alle Beteiligten arbeiten mit hoher persönlicher Einsatzbereitschaft strikt am Bedarf der Kinder orientiert.
Weiteres Projekt: Sujaja-Schule
- Bau & Raumgewinn: Kauf von Sand, Steinen und Zement zur Schaffung zusätzlichen Klassenraums.
- Medizinische Hilfe: Mitgebrachte Brillen, Verbandsmaterial und weitere Hilfsmittel aus Deutschland.
- Einzelfallhilfe: Für ein an Diabetes erkranktes Mädchen wird die regelmäßige Versorgung mit geeignetem Insulin sichergestellt.
- Gemeinschaftsaktionen: Gelegentliches Kochen in ländlichen Gebieten („im Busch“); das ganze Dorf – besonders die Kinder – freut sich über ausreichendes Essen.
Zeitplan und Ausblick
Alle Maßnahmen zur Unterstützung der Kinder und der beiden Schulprojekte sollen bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Eine Abschlussreise Anfang 2026 ist geplant, um die Ergebnisse nochmals vor Ort zu überprüfen.
Dank der Zusammenarbeit von HELP e. V. und EMA gGmbH können die Schulen eigenständig arbeiten, weil die wichtigsten Anforderungen als Starthilfe für den Schulbetrieb geschaffen wurden und Kinder finanziell so unterstützt werden, dass sie am Unterricht teilnehmen können.
Dokumentation: Zu allen Aktionen liegen Fotos vor, die wir auf Wunsch gerne zeigen. In zwei Jahren ist ein erneuter Besuch vorgesehen, um die Entwicklung zu prüfen und gegebenenfalls weitere sinnvolle Investitionen über Spenden anzustoßen.
Schlusswort
Wer die Armut und die Situation der Kinder in Kenia aus nächster Nähe erlebt, weiß das eigene Leben noch mehr zu schätzen. Unsere Aktionen zeigen, wie viel konkrete Hilfe möglich ist – und wie dankbar die Menschen sind. Herzlichen Dank an alle Spender, die diese Arbeit finanziell unterstützen und damit vielen Kindern und Familien helfen. Das Lächeln in den Gesichtern der Kinder ist Dank genug. Wir werden weiter versuchen, jenen zu helfen, die Hilfe benötigen. Zahlreiche Fotos belegen die Freude der Kinder und die engagierte Arbeit der Lehrkräfte.
B.L.



